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Kreative Bedingungen fördern kreatives Arbeiten
Intrinsische Motivation, also die Lust an der Sache, ist die wichtigste Voraussetzung, will man kreative Spitzenleistungen erzielen. Nur wer offen und gewillt ist, neue und ungewöhnliche Ideen zu generieren, wird hierzu auch in der Lage sein. Das Arbeiten an einer kreativen Herausforderung sollte daher immer auf Freiwilligkeit beruhen. Schließlich braucht es dafür Querdenker, nicht Quersteller.
Die Forschung hat Ehrgeiz, Neugier und Interesse als die drei wichtigsten Faktoren intrinsischer Motivation identifiziert. Gerade die letzten beiden Faktoren werden hierbei wesentlich von den äußeren Bedingungen, in denen eine kreative Sitzung abläuft, beeinflusst. Wer unter gewohnten Bedingungen mit den gewohnten Gesichtern an Herausforderungen arbeitet, verfällt schnell in eine Denkroutine.
Um Neugier und Interesse zu schaffen, müssen deshalb neue Impulse gesetzt werden. Es lohnt sich also schon beim Setzen des Rahmens außergewöhnliche und neue Wege zu gehen. Schließlich hat das Setting einer kreativen Session eine Signalwirkung. Durch das bewusste Setzen von Störungen und das eingehen von Risiken wird den Teilnehmern signalisiert, dass es ausdrücklich erwünscht ist, die gewohnte Denkautobahn zu verlassen und sich auf neue, unbekannte Gedankenpfade zu begeben. Doch wie sieht das konkret aus? Im Folgenden sind nur wenige von unendlich vielen Möglichkeiten dargestellt, die eine schnödes Brainstorming zu einem Ideen-Paradies verwandeln können.
Ort: Die Welt steckt voller inspirierender Plätze jenseits des Konferenzraums. Warum nicht mal mit versammelter Truppe in den Zoo, den botanischen Garten, oder den Spielplatz nebenan gehen?
Techniken: Immer nur brainstormen ist weder spannend noch effizient. Es gibt zahlreiche Techniken, die die Neugier der Teilnehmer wecken und auf unterschiedlichste Weise außergewöhnliche Ideen hervorbringen.
Teilnehmer: Immer die gleichen Teilnehmer bedeutet auch immer das gleiche Wissen zu versammeln. Dabei entsteht gerade durch das Vernetzen von Informationen aus unterschiedlichen Bereichen neues Wissen. Dies begründet den großen Erfolg von interdisziplinären und Bereichsübergreifenden Teams. Möglich ist es aber natürlich auch noch einen Schritt weiter zu gehen und externe Personen einzubeziehen. Sicherlich kann ein Künstler, oder ein „unverdorbener“ Student eine etwas angestaubte Truppe aus ihrem Denk-Alltag reißen.
Dies sind wie erwähnt nur wenige Möglichkeiten, die man nutzen kann um kreative Bedingungen zu schaffen und so die kreative Arbeit zu unterstützen. In allen Fällen gilt:
Wer wagt und spinnt gewinnt.
[Alexander Lange]


